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WICHTIG! Dieser Post kann starke Emotionen auslösen. 🤬

written by fraupoetz 29. Juni 2026
WICHTIG! Dieser Post kann starke Emotionen auslösen. 🤬

Folgende Situation:
Freitag, 12:00 Uhr, pralle Sonne, über 36 Grad, erregte Menschen, die sich um ein Auto versammeln. Im Inneren ein Hund. Das Fenster – nur einen Spalt geöffnet. Der Vierbeiner schon so verzweifelt, dass er seine kleine Nase durch den Spalt drückte.

Meine Reaktion auf diese Beobachtungen:
Kurz mit den Menschen gesprochen, einen Mann gebeten, die Polizei anzurufen, was er bereits tat. In den Supermarkt hineingestürmt und ohne Megafon die Frage bis ins hinterste Kühlregal gestellt, wem das Auto mit dem Hund darin gehört. Und ja, ich kann eine sehr durchdringende Stimme haben, wenn es nötig ist, und hier war diese mehr als erforderlich, denn es ging um Zeit. Anscheinend niemandem, denn es kam keine Reaktion. Anschließend bin ich in das zweite Geschäft gerannt, dasselbe Fragespiel. Auch hier: keine Reaktion.

Kurzum:
Das Auto ließ sich durch die Fahrer-Tür öffnen. Ich zog einfach an der Autoklinke. Eine weitere Frau gebeten, auf den Hund aufzupassen, denn ich hatte Wasser und eine Schüssel im Auto. Wie die meisten wissen, habe ich selbst eine Hündin.

Hat leider weniger funktioniert, denn der kleine Kerl huschte durch die offene Autotür und stürmte direkt in den Supermarkt – ins Kühle. Welch guter Instinkt von ihm.

Ich also mit Wasserflasche und Napf hinterher, um mit weiteren Menschen eine Reihe zu bilden, damit er im Kühlen blieb. Die Aussage einer Frau: „Hier dürfen eigentlich keine Hunde hinein“, ignorierten wir.

Und dann … kam Frauchen aus dem Supermarkt in den vorderen Bereich, indem wir uns aufhielten, um erstaunt nach ihrem Hund zu rufen.

Und Nein, ich habe sie nicht mit der GFK-Methode angesprochen und dem Satz: „Meiner Wahrnehmung nach …“ und ich habe auch nicht das Verhalten von der Person getrennt. Ich war direkt, mit einer ordentlichen Portion Gefühlen im Bauch und in meiner Stimme sowie einer Klarheit im Kopf, die ich unmissverständlich platzieren wollte. BEWUSST.

Und Frauchen? War völlig verdutzt und konnte die ganze Aufregung überhaupt nicht nachvollziehen. Nicht, weil sie ihr eigenes Verhalten in Ordnung und meines völlig unverschämt empfand. Sie schätzte die Situation einfach komplett falsch ein. Wie auch ein Mann, der, wie sich später herausstellte, ebenfalls zu Hund und Frauchen gehörte und sich bei mir bedankte. Also waren meine Worte, trotz aller Deutlichkeit sowie innerer und äußerer „Wallung“ angemessen.

Ich habe das Wochenende reiflich reflektiert, ob ich diese Situation posten möchte und mit welcher Motivation. Und das ist wichtig an dieser Stelle. Es geht mir hier nicht um Kommentar-Hascherei und Zuspruch. Denn zu diesem Verhalten habe ich eine ganz klare Haltung.

Vielmehr möchte ich Sie gerne zu folgenden Gedanken anregen:

  • Wann haben Sie das letzte Mal sich in Ihrer Eigenverantwortung couragiert in eine Situation eingebracht, die Sie nicht unmittelbar betraf?
  • Wann sind Sie verbal „drüber“ gewesen, weil die Emotionen Sie im Griff hatten und nicht Sie Ihre Gefühle, um handlungsfähig zu bleiben. Denn nur vor dem Auto zu stehen und sich empörend auszulassen oder auch vorbeizufahren und sich aufzuregen, wie es auch in dieser Situation der Fall gewesen ist, hat dem Hund wenig geholfen.
  • Wie oft unterdrücken Sie Ihre Wut, Ihren Zorn und Ärger, weil gesellschaftlich oft suggeriert wird, diese gefälligst nicht zu haben. Was völlig absurd und ungesund ist. Nicht nur meine Meinung, gerne wissenschaftlich nachlesen, es gibt da diverse Studien.

Natürlich hätte ich souveräner agieren können. Ich hätte in Ruhe mit Frauchen und Herrchen (ohne Hund) das Experiment machen können, sich ins eigene Auto zu setzen, um zu fühlen, wie es ist, sich in einer lebensbedrohlichen Situation zu befinden und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Das wäre sicherlich sehr aufrüttelnd gewesen.

Und es geht mir hier NICHT darum, mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Welt zu laufen und Wut zu schüren. Davon gibt es Weiß Gott schon genug. DAS IST MIR WICHTIG.

Vielmehr möchte ich Sie inspirieren, Ihre Gefühle bewusst zu betrachten, bevor Ihre Emotionen Sie Dinge tun lassen, die nicht Ihrer Natur entsprechen. Gerade auch die vermeintlich negativen, die es ja per se auch nicht sind.

Darüber hinaus möchte ich Sie zum Handeln motivieren, wenn sie Missstände sehen. Eigenverantwortlich, couragiert und ja, gerne auch intensiv, doch nie anmaßend oder verbal ausfallend.

Ich bin mir sicher, der Schock bei Frauchen und Herrchen sitzt tief, weil sie mit so einer „Aufruhr“ nicht gerechnet haben und weil ich zudem den Eindruck hatte, es war ihnen einfach nicht bewusst. Das ist keine Entschuldigung, und dem Hund und auch mir, ziemlich egal, doch es zeigt auf, wie wichtig es ist, weiterhin Aufklärung zu betreiben. Egal, um welches Thema es geht. Denn so aufgeklärt, wie wir Menschen heute doch sein sollten, sind wir anscheinend noch lange nicht.

Wir brauchen auf so vielen Ebenen grundlegende Veränderungen. Auch wenn es mühsam ist, Sie müde sind und sich fragen: „Wozu das alles und wieso immer ich?“

Ganz einfach: weil es sich lohnt. Vor allem für Sie selbst.

Bitte verkneifen Sie sich Wutkommentare, auch wenn Sie die Situation zornig macht. Das ist nicht hilfreich und verändert null.

Viel zielführender ist es, dass Sie auf sich achten und auf alle, die es selbst nicht können. Ob Mensch oder Tier – sobald es atmet, geht es den Menschen etwas an. Zumindest mich.

Daher habe ich auch im Anschluss Anzeige erstattet. Nicht, um den beiden zu schaden, denn es ist fraglich, ob diese überhaupt greift, sondern, um ein anderes Bewusstsein und Verhalten möglich zu machen.

Denn: jedes Handeln hat eine Konsequenz. Menschen, die mit mir arbeiten, kennen diesen Satz von mir. Und jetzt auch mein Handeln.

#anfangen#bewusstsein#coaching#eigenverantwortung#fraupötz#führungscoaching#gedanken#leader#leadership#selbstwirksamkeit#veränderung
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