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"angst"

„Ich weiß nicht, was und wohin ich will.“
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„Ich weiß nicht, was und wohin ich will.“

Diesen Satz höre ich in den letzten zwei Jahren immer häufiger. Oftmals ist die Jobfrage der Auslöser, um sich schließlich ganzheitlich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen – und das ernsthaft. Denn einfach etwas Neues zu beginnen, ohne wirklich zu wissen, wohin die Reise gehen soll und was einen dort erwartet, endet oftmals mit dem Sprichwort „vom Regen in die Traufe“. Dann doch lieber in der bisherigen Situation ausharren? „So schlimm ist es ja dann doch nicht.“ Wirklich nicht?

Ist es nicht eher naheliegend, von Beginn an einer Entscheidung den Kopf UND das Herz gleichermaßen zu aktivieren und zu befragen? Schließlich haben beide ihre Berechtigung und machen unser #MenschSein und jeden Lebensweg so einzigartig und individuell.

„Wenn das nur so einfach wäre, FRAUPÖTZ.“ „Ja, von einfach habe ich auch nicht gesprochen und außerdem hätte ich dann nichts zu tun, was ich als sehr bedauerlich empfinden würde.“

Doch bei allem Humor, der durchaus auch seinen Platz auf dem Veränderungsweg hat, ist das Ziel ernst, befindet sich der Mensch in einer Lebenssituation – und da zähle ich den Beruf mit hinein – der ihm so langsam, aber sicher seine Energie und Lebensfreude raubt. Bis schließlich der Körper mit einer Erkrankung um die Ecke kommt, weil die eigene Seele und ihre Bedürfnisse zu lange ignoriert wurden – siehe auch diesen Blogbeitrag.

Doch was genau ist „eigentlich“ so schwer daran, sich auf seinen Weg zu machen, wenn der bisherige sich immer öfters falsch anfühlt? Und ich klammere

  • die Angst (die nur im Kopf stattfindet),
  • unsere Glaubenssätze und Prägungen,
  • unser Umfeld, das vielleicht einen zu großen Einfluss auf uns hat, eventuell selbst in der eigenen Unsicherheit feststeckt und diese unbewusst überträgt,
  • mangelndes Selbstvertrauen und eine geschwächte Selbstwirksamkeit

und so viele weitere Aspekte, die zu einem Ausharren beitragen, an dieser Stelle aus.

Fühlen Sie lieber.

Frage an Sie: „Wann fühlten Sie sich das letzte Mal zufrieden, ja sogar glücklich?

So geht’s:

Schließen Sie die Augen, nehmen Sie ein zwei tiefe Atemzüge und versetzen Sie sich wieder in diese Situationen hinein. Beobachten Sie sich zunächst aus der Vogelperspektive (dissoziiert), bis es Ihnen möglich ist, die Situation aus Ihrer eigenen Perspektive zu betrachten und spüren Sie Ihren Körper (assoziiert). Nehmen Sie die Situation mit allen fünf Sinnen wahr (auditiv, visuell, olfaktorisch/gustatorisch sowie kinästhetisch.)

Wie fühlen sich Ihre Schultern an? Hört das alltägliche Magengrummeln plötzlich auf? Ihr Atem fließt und Sie tragen ein Lächeln auf Ihren Lippen? Spüren Sie eine Leichtigkeit und Ihr Herz ist wieder im Takt oder auch intakt?

Der Mensch verändert sich und sein Leben nachhaltig, indem er fühlt, nicht weil er ausschließlich denkt. Auch wenn ein starker Verstand durchaus seine Vorteile bietet – ich weiß dies aus eigener Erfahrung. Es dreht sich um das „hin zu … nicht um ein weg von …“ Also gehen Sie weder blind noch impulsiv in Ihre Entscheidungen hinein, sondern atmen Sie lieber zweimal tief durch und nehmen neben Ihrer Ratio zukünftig auch stärker Ihr Herz mit. Fragen Sie nicht ausschließlich nach den Vor- und Nachteilen, sondern spüren Sie vor allen Dingen in sich hinein, wie es sich anfühlt, wenn Sie diese oder jene Entscheidung treffen.Verschaffen Sie sich Klarheit auf allen Ebenen, was Sie im Nebenzimmer erwartet, und lassen Sie sich darauf ein, dass es trotzdem ein Stückweit anders eintreffen kann – so ist das Leben. Es gilt, es zu leben und nicht ihm auszuweichen, denn letzteres wird nicht funktionieren.

10. März 2023 0 Kommentare
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Meine Freundschaft mit einer 90-Jährigen.
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Meine Freundschaft mit einer 90-Jährigen.

Oder auch: Den Gedanken, „dafür bin ich zu alt“, kannst du gleich wieder loslassen.

Da sitzen wir nun. Tatjana, meine ehemalige Nachbarin, und ich bei Kaffee und Quarkbällchen in ihrem gemütlichen Zimmer einer betreuten Wohneinrichtung und plauschen, im wahrsten Sinne, über Gott und die Welt.

Mit ihren 90 Jahren ist sie immer noch geistig voll auf der Höhe, auch wenn im Moment der Arm in Gips liegt und auch der restliche Körper „verflixt nochmal, nicht mehr das macht, was ich von ihm möchte.“

Wir sprechen über so viele unterschiedliche Themen, dass sogar ich an der einen oder anderen Stelle Mühe habe, mich daran zu erinnern, um was es vor einer Viertelstunde eigentlich ging. Doch genau diese Gedanken-Sprünge halten unsere Unterhaltung so lebendig und leicht, auch wenn wir manchmal Themen in einer Tiefe beleuchten, dass es ebenso den einen oder anderen Moment des gemeinsamen Innehaltens braucht. „Zusammen schweigen kannst du auch nicht mit jeder“, so unser Fazit.

Wir sprechen über Lebensveränderung, die du zwar nicht beeinflussen, jedoch mit einem Schritt zur Seite anders betrachten kannst, um Möglichkeiten zu finden, mit der neuen Situation umzugehen. Wir unterhalten uns darüber, was es z. B. bedeutet, sich nicht vorrangig über sein Geschlecht, sondern als Mensch zu definieren, um uns gleichzeitig darüber bewusst zu werden, dass wir schon immer am Menschen und seiner Seele interessiert waren. Zur Erinnerung, ich schreibe hier über eine Begegnung mit einem Menschen, der hautnah erlebte, wenn Bomben direkt neben ihm einschlugen. Und der weiß, wie sich Todesangst anfühlt – bis heute. Ich spreche von einer Frau, die überwiegend in Zeiten lebte, in denen das Thema Gleichstellung mehr als nur Fragezeichen bei dem einen oder anderen auslöste – wobei wir uns wiederum die Frage stellen dürfen, wie weit wir seitdem gekommen sind. Und die trotz aller Widrigkeiten zeitweise einen Beruf ausübte und Mutter war.

Wir sprechen über das Buch „Wolken“ von Herrmann Hesse und blicken gleichzeitig aus dem Fenster, um die Wolken, die an uns vorbeiziehen, zu deuten – „Was siehst du?“ Überhaupt können wir wunderbar unseren Gedanken freien Lauf lassen, um gleichzeitig realistisch mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen. Wie es sich anfühlt, wenn über Nacht der Umzug aus den eigenen vier Wänden in ein betreutes Wohnen unaufhaltbar ist oder der Körper eben nicht mehr so will, wie man selbst. Wie sich die Seele oftmals durch ihn ihre Ruhe holt, weil du sie einmal zu oft ignoriert hast. Auch wenn bei Tatjana ganz klar das Alter seinen körperlichen Tribut fordert.

Wir sprechen über Gedanken-Karusselle und wie sich diese mit 90 Jahren und 47 Jahren inhaltlich unterscheiden. Wir sprechen über unsere Strategien, aus selbigen wieder herauszukommen und sind uns darüber einig, dass Selbstwirksamkeit und der Glaube an die eigene und an eine höhere Kraft (unabhängig von Religion) einen großen Teil zum eigenen Vertrauen beitragen. Wie befreiend es sein kann, sich gedanklich als auch physisch von Materiellem freizumachen, weil es uns eben nicht die gewünschte Sicherheit gibt, die so vielen Menschen heute im Innersten fehlt.

Wir sprechen über den Fluss des Lebens, über Unterschiede und Übereinstimmung von „früher und heute“ und darüber, Grenzen zu überwinden – vor allem die im eigenen Kopf. Ein schöner Abschluss meines Besuches, zeigt dieses Bestreben doch den Anfang unserer Freundschaft, die 43 Jahre Altersunterschied „trennt“ und die doch so unendlich viel gemeinsam hat – z. B. das Briefeschreiben. Und auch die Dankbarkeit, die andere im eigenen Leben zu haben. Mit einer Verbundenheit, nach der sich so viele (unbewusst) sehnen.

Liebe Tatjana, ich danke dir von ganzem Herzen für diese, unsere Freundschaft, die vor rund 12 Jahren begann und mir immer wieder neue Aspekte, Erkenntnisse, Perspektiven, tiefe Gespräche und leichte Gedanken bringt – und Lachen, ganz viel Lachen. Und die mir vor allem eines ganz klar vor Augen führt: „Dafür bin ich zu alt“, ist definitiv eine Überzeugung, die total für die Tonne ist. 😉

Deine Nadine

9. November 2022 0 Kommentare
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Domingo, Lady und Franzbranntwein.
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Domingo, Lady und Franzbranntwein.

Oder:

Was Reiten für Anfänger mit Führung, Teamgeist, Vertrauen und Loslassen gleichermaßen zu tun hat.

„Was hat mich denn da bloß geritten, einen 3-tägigen Reitkurs im Gelände zu buchen?“ Dieser Gedanke ging mir an diesem Donnerstagmorgen, 9 Uhr – irgendwo im Bayrischen Wald – durch den Kopf, als mir unsere Reitführerin mitteilte, wo ich Halfter, Führstrick, Putz-, Zaumzeug, Pad, Lammfell, den Sattel und meinen Schimmel „Domingo“ auf der Koppel finde. „Er hat zwei dunklere Flecken an der Unterbauchseite als Erkennungsmerkmal.“ An dieser Stelle möchte ich gerne anmerken, dass mindestens 15 weiße Pferde selig auf einer weitläufigen Weide grasten – na dann …“

Allein mir dies alles zu merken, war schon die erste Herausforderung, geschweige denn zu wissen, was das alles im Einzelnen war und wie dies am Pferd konkret angewendet wurde.

Gut, dass Humor und Wachstum zwei meiner tiefverankerten Werte und die Fähigkeit, um Unterstützung zu bitten, wenn ich Neuland betrete, meine Lebensbegleiter sind.

Nachdem „Domingo“ gefunden, blitzblank sowie gesattelt sich entspannt von mir seine Nüstern graulen ließ, stand die erste Reitstunde an, bevor es ins Gelände ging. Ja, richtig gelesen: GELÄNDE. Über Stock und Stein, saftige Wiesen (versuchen Sie mal ein Feinschmecker-Pferd vom frischen Klee fernzuhalten) und durch erwachende Wälder.

Wie komm ich bloß auf „Domingo“ hinauf?“, war gleich eine weitere meiner gedanklichen Fragen.

Die Antwort folgte prompt. In Form eines Baumstammes, von dem aus es sich sanft, elegant und schwungvoll in den Sattel schwingen ließ – so zumindest meine Wahrnehmung. Doch die kann aus einer anderen Perspektive auch anders gewirkt haben. Doch egal, ich saß und ca. 400 kg Pferdekörper bewegten sich geschmeidig nach vorne. Dabei hatte ich gar nichts gesagt. Doch wie wir wissen, gibt es ja noch die (in meinem Fall wohl unbewusste) Nonverbale-Kommunikation.

Nach diversen Einführungen und aktiven Übungen, wie wir unsere Pferde nach links, rechts, zum Anlaufen und Halten bewegen konnten, öffneten sich die Platzschranken und wir ritten los. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht und einer gesunden Portion Respekt und der positiven inneren Haltung: „wird schon alles gut gehen.“ Und das ging es – immer besser, sodass nach ein paar Stunden (und einer Rast für Reiterinnen und Pferde) eine immer größer werdende Synchronität sich ausbreitete. Ich beobachtete „Domingo“ genauso achtsam wie die Landschaft, die, im gemütlichen Schritttempo, an mir vorbeizog. Ich fasste zunehmend mehr Vertrauen in meinen Begleiter. Wir umschifften und meisterten gemeinsam Schlaglöcher, stiegen trittfest über querliegende Äste und schnauften genüsslich durch. Er laut, ich eher im Stillen. Ich schloss zwischendurch meine Augen, um noch mehr seine Gangart zu spüren. Ich ließ immer mehr los, übernahm jedoch die Führung, wenn die Gefahr bestand, dass wir auf den vorderen Pferdehintern auflaufen würden – vielleicht wollte er auch nur seinen Kopf ablegen, weil ihm die Gangart zu langsam war – wer weiß? …

Der erste Tag war geschafft. Alle waren wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. Nun hieß es belohnen, absatteln und ab zu den anderen auf die Weide – zum wohlverdienten Feierabend.

Tag 2: Neues Pferd, neue Route, neue Menschen und Gegebenheiten.

„Lady“, die Schöne und Besonnene sowie 14 Anfänger, Wiedereinsteiger und ängstliche Reiter durchliefen dieselben Abläufe wie am Vortag – und doch war es anders und das Andere hieß „Bonita“. Eine willensstarke Stute, die sich ihren eigenen Pferdehintern aussuchen wollte, dem sie an diesem Tag folgen wollte. „Lass sie“, war die, für meinen Teil, kluge Aussage unserer Reitführerin, die die Pferde aus dem Effeff kannte. Also ließ die Reiterin sie und es kehrte Ruhe ein. Doch Bonita galt es, im Auge zu behalten, denn ich war mit „Lady“ zusammen diejenige, die ihr in den kommenden Stunden hinterherritt – na großartig. Doch mit dem Vertrauen in die Reitführerin, Bonitas Reiterin, die eine sehr geübte Wiedereinsteigerin war und immer besser mit ihrer Stute zurechtkam, meinem Vertrauen in „Lady“ und in meine gestrigen Erfahrungen war auch dieser Tag am Ende ein glückseliger.

Und Dank meiner Vorbereitung, „Franzbranntwein“ einzupacken und mich jeden Abend ordentlich und damit vorbeugend einzureiben, hielt sich auch mein Muskelkater (bis auf die Sitzbeinhöcker) erstaunlicherweise in Grenzen. Dafür nahm ich den einen oder anderen herzhaften Lacher über meinen „Wein“ gerne ebenso humorvoll zur Kenntnis.

Am Ende des zweiten Tages ließ ich meine Erlebnisse bei einem fantastischen Sonnenuntergang und den Pferden vor dieser Kulisse Revue passieren. Was soll ich sagen? In Zukunft werde ich an der einen oder anderen Stelle in meinen Business-Coachings für Führungspersönlichkeiten und Teams jede Menge Erkenntnisse mit einfließen lassen.

Die Ähnlichkeiten zwischen Reiten im Einzelnen und in der Gruppe sowie das Thema Führung und Teamspirit sind wirklich spannend. Bitte richtig verstehen! Diese sollen lediglich Parallelen und nicht die Reiter als Führungspersönlichkeiten und die Pferde als Mitarbeiter per se darstellen.

Phase:
Neuland & Orientierung

Manch einer kommt bisher als Teammitglied oder auch ganz neu in eine Führungsposition – betritt also Neuland und darf (oder auch muss) sich die Zeit nehmen dürfen und können, um sich zunächst zu orientieren. Ähnlich wie an meinem ersten Tag, um zu wissen, wo was zu finden ist und wie die Abläufe sind.

  1. Wie wird was genau gehandhabt?
  2. Wer hat welche Erfahrungen und wie werden diese bisher eingesetzt?
  3. Was lief bisher gut?
  4. Wo und aus welchen konkreten Gründen sieht der Einzelne eventuell Veränderungsbedarf in den Abläufen?
  5. An wen kann ich mich wenden, um mich schnellstmöglich effizient zurechtzufinden?
  6. Wer kann mir am Anfang die Sicherheit bzw. relevanten Informationen in noch unklaren Fragestellungen und Umgangsweisen geben?

Phase:
Teammitglieder / Persönlichkeitsmerkmale & Bedürfnisse

Habe ich als neue Führungspersönlichkeit die Zeit und bekomme ich diese auch gewährt, um eine persönliche Ebene zu meinem Team aufzubauen? Ähnlich wie ich die Zeit bekam, mich mit „Domingo“ am ersten und „Lady“ am zweiten Tag vertraut zu machen.

  1. Wer ist alles in meinem Team? Kann ich mir die Zeit nehmen, um den Einzelnen besser und möglichst intensiver, anstatt nur oberflächlich bei einer Flasche Willkommenssekt und Häppchen, kennenzulernen?
  2. Wer ist skeptisch? Wer ist offen für Veränderungen?
  3. Wer hat welche Werte bzw. wer versteht denn was genau unter Wertschätzung? Der eine mag es gerne, oberhalb der Nüstern gekrault zu werden, der andere lieber am Hintern. Ein anderer wiederum mag keine Berührungen, dafür lieber die Karotte oder sich aussuchen zu dürfen, wo er sich gerne einreihen möchte (so wie „Bonita“ …).
  4. Wer versteht sich mit wem und wer kann partout nicht mit der Kollegin oder dem Kollegen? Sind die Gründe bekannt? Ich sag nur … genau „Bonita“.
  5. Welche erfahrenen Menschen kann ich mir in welchen Situationen an meine Seite stellen? Sozusagen als zweite oder dritte Perspektive zu meiner Wahrnehmung?
  6. Welches Teammitglied benötigt welche Führungsform? Müssen oder wollen alle in einer Reihe laufen oder sind auch Ausreißer erlaubt, weil diese Freiheit unterm Strich mehr Raum schafft? Denn als „Bonita“ an ihrem selbstbestimmten Platz laufen durfte, kehrte Ruhe und gleichzeitig Bewegung ein.
  7. Wer tickt wie und wie ticke ich als Mensch und in diesem Team als Führungspersönlichkeit im Speziellen?

Phase:
Der Weg ist das Ziel

  1. Gibt es einen vorgezeichneten Weg oder darf auch der Umweg genommen werden?
  2. Jeder in seinem Tempo oder ohne Pausen? Denn auch bei uns gab es Situationen, in denen die Gruppe aufeinander wartete. Sei es, weil eines der Pferde „kurz austreten musste“ (nicht im wörtlichen Sinne zu verstehen) oder weil einer Reiterin der Waldweg zu steil war und sie ein langsameres Tempo für die Böschung benötigte. Eine für alle und alle für eine.
  3. Gibt es ein gemeinsames „WARUM?“ oder wird irgendwie gearbeitet? Alle in eine Richtung, wenn auch nicht wie die Lemminge in einer Reihe oder kunterbuntes Durcheinander?
  4. Ist das Ziel oder sind die Ziele überhaupt jedem bekannt und sind diese stimmig für den Einzelnen?

Und, und, und …

Unterm Strich geht es um Gemeinschaft und Verbundenheit. Egal, ob in der Position der Führungspersönlichkeit oder als Teammitglied. Es geht darum, dass es auch einmal zum Muskelkater kommen und unbequem werden kann, weil ungewöhnliche „Bewegungen“ stattfinden. Und ja, es geht vielleicht auch einmal um einen Sturz und dann um den Zusammenhalt und das Aufstehen – oder Hochziehen, je nachdem.

Es geht um Vertrauen, Einlassen, Loslassen und um Verantwortung übernehmen. Und den richtigen Zeitpunkt, wann welches Verhalten den Menschen und das Team voranbringt. Um ein Tempo, bei dem jede*r Schritt halten kann. Um variable Wege, wenn der bisherige zu steinig, zu schwer, zu eng oder schlichtweg nicht mehr zu halten ist.

Jede und jeder ist einzigartig. Ein Unikat. Also lassen Sie uns gemeinsam wieder mehr unseren Fokus darauf legen, was das Menschsein bedeutet, ohne dabei die Ziele aus den Augen zu verlieren. Das geht, wir dürfen uns einfach mehr trauen loszugehen – oder zu reiten. 😉

Danke für diese Erfahrung „Domingo“ & „Lady“. Für immer mit einem Platz in meinem Herzen. 💗

26. April 2022 0 Kommentare
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Abwarten und Tee trinken?
HERZ ❤️

Abwarten und Tee trinken?

März 2022. Dass die Zeiten gerade sind, wie sie sind, hätten sich vermutlich die wenigsten von uns vorstellen können. Erst stellte ein Virus unser Leben auf den Kopf und nun Bilder eines Krieges – nicht unweit von uns entfernt. Und wieder geht es darum, mit den Gefühlen der Hilflosigkeit, Ohnmacht, Fassungslosigkeit, Ungewissheit, der Angst und Sorge umzugehen. Und ja, vielleicht auch mit der Wut und der bisher ungeklärten Frage, welche Situationen denn noch alle zu meistern sind. Für jeden Einzelnen als auch für das Kollektiv. Denn ob es uns passt oder nicht: Wir sind miteinander verbunden und jede Entscheidung, egal, wo sie auf diesem Planeten auch getroffen wird, steht irgendwann vor unserer Haustür.

So werde auch ich immer wieder gefragt, wenn das Klopfen an der eigenen Seelentür nicht mehr zu ignorieren, sondern es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann dieses durchschlägt: „Haben Sie einen Tipp für mich, FRAUPÖTZ, wie ich mit meinen Herausforderungen und Gefühlen umgehen kann? Gibt es nicht DAS Sachbuch, DAS Webinar oder DIE Atemübung, um bei mir anzukommen und dort auch zu bleiben? Wie finde ich meine Resilienz (meine innere Stärke) und wie halte ich diese?

Meine Reaktion darauf immer ein- und dieselbe:

Ich stelle im ersten Moment Fragen, bevor ich im zweiten vielleicht eine Buch-Idee habe. Wieso? Jeder Mensch ist einzigartig. Also ist auch die Strategie unvergleichlich, wenn die Themen gleichfalls ähnlich erscheinen. Jede*r von uns hatte ihre/seine eigene Kindheit, somit differenzierte Prägungen. Wir haben unterschiedliche Lebenserfahrungen gemacht, sind individuelle Persönlichkeiten, mit mannigfaltigen Bewusstseinsstufen. Wie soll es da DIE eine Universallösung geben? Ist doch unlogisch.

Also fragen Sie sich gerne, wenn Sie sich nicht den oben aufgeführten Gefühlen hilflos ausliefern möchten:

  • Wieso wissen Sie eigentlich nicht selbst am besten, wer oder was Sie konkret in Ihr Gleichgewicht bringt?
  • Vielmehr, was genau bringt Sie denn aus dem selbigen?
  • Ist es eine reale „Bedrohung“ oder eine, die lediglich in Ihrem Kopf stattfindet und sich doch so unfassbar greifbar anfühlt?
  • Hat Ihr Ungleichgewicht, die Schwächung Ihrer Resilienz, etwas mit einem oder mehreren Menschen zu tun oder mit gewissen Situationen?
  • Welche innere Souffleuse bringt Sie aus Ihrem Gleichgewicht und wieso nehmen Sie nicht einen anderen, stärkeren inneren Anteil hinzu, um Ihren ängstlichen oder wütenden Teil zu beruhigen?
  • Was genau sind Ihre Schattenthemen? Was will Ihr Ego? Was Ihr Herz und Ihre Seele? Schon mal Kontakt aufgenommen und gefragt?
  • Wo entscheiden Sie sich immer und immer wieder für den Fokus auf Ihren vermeintlichen Mangel, anstatt auf die Fülle? Und ist Ihnen dies bewusst oder lassen Sie sich von Ihren 95% Unterbewusstsein führen?

Ich könnte noch viele weitere Fragen niederschreiben, doch sie sollen lediglich ein Anreiz sein, sich noch intensiver und wirklich ernsthaft mit sich und den eigenen Themen auseinanderzusetzen, anstatt das 50ste Buch zu lesen und auf Besserung zu warten.

„Noch die kleinste Pfütze spiegelt den Himmel.“ (Weisheit aus Litauen)

Es ist die Frage, ob Sie es so sehen möchten.

Und damit meine Zeilen nicht starrsinnig wirken, ist das Buch von Ajahn Brahm, „Der Elefant, der das Glück vergaß“ mit seinen, wie ich finde, sehr klugen, charmanten, witzigen und immer tiefgehenden Kurzgeschichten vielleicht ein kleiner Lichtblick, wenn gerade keine Pfütze in der Nähe ist.

7. März 2022 0 Kommentare
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Hut ab.
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Hut ab.

Wie lange möchten Sie sich noch verstecken? Ihre Charaktereigenschaften im ganzen Facettenreichtum inklusive Ihrer Stärken und derjenigen, die noch Luft nach oben haben? Wie lange noch möchten Sie Ihre Gedanken im Kopf und somit für sich behalten, anstatt sie laut zu formulieren mit den dazugehörigen Emotionen? Wie lange möchten Sie nicht fühlen? Wie lange Ihre Bedürfnisse ignorieren und ja, auch Ihre Unsicherheiten und Ängste. Wie lange noch? Und was hat das alles mit diesem Hut zu tun?

Parkplatz. Salamander-Areal, am späten Nachmittag:

„Sie haben einen schönen Hut auf.“, sprach mich beim Einsteigen ins Auto eine ältere Dame an, die ich zuvor offen anlächelte – dies ist eine Art Reflex. Sehe ich einen Menschen, den ich als sympathisch wahrnehme, gehen automatisch meine Mundwinkel nach oben. „Danke schön, er stammt noch von meinem Opa.“ Ich freute mich aufrichtig, da ich solche spontanen und echten Plaudereien als sehr wertvoll erachte, in der Zeit der Schnelllebigkeit und mangelnden Zugewandtheit.

„Ich habe auch einen tollen Hut mit einer ausladenden Krempe, den ich mir aus Kanada mitbrachte. Doch ich ziehe ihn nicht auf.“ „Wieso nicht?“, fragte ich interessiert (auch so ein Reflex). „Na, da denken DIE LEUTE doch, ich wäre plemplem!“ Gleichzeitig nahm sie ihre Hand vors Gesicht und vollführte die typische Handbewegung dazu, nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben oder eben nicht alle Hüte, je nachdem. „Das ist schade. Denn vielleicht begegnen Ihnen DIE LEUTE ja genauso offen und charmant, wie Sie sich mir gegenüber verhalten haben.“ Es ratterte. Ich hörte es deutlich, bevor wir uns einen schönen Tag wünschten und unserer Wege gingen bzw. fuhren.

Ja, wie schade. Wie schade, dass diese ältere Dame die Neugier, Offenheit und Abenteuerlust hatte, um nach Kanada zu reisen. Doch den Mut nicht aufbrachte, die damit verbundenen Emotionen, die sie in diesem Land fühlte, mit nach Hause zu nehmen und auch hier zu leben. Stattdessen sperrte sie diese lieber im Schrank ein, versteckte sie gut und machte sich Gedanken darüber, was DIE LEUTE über sie denken. Dabei hörte ich früher oft, mit dem Alter wirst du gelassener und souveräner – erlebt habe ich es bei meinen Gegenübern tatsächlich selten, um diese Überzeugung bestätigen zu können.

Fragen Sie sich: „Welche Emotionen und Bedürfnisse sperre ich in meinen Schrank oder packe sie in eine Schublade und werfe den Schlüssel weg? Wie oft drehe ich ebenso wehmütig den Schlüssel um, um mich zu erinnern, wie ich mich fühlen kann? Um dann alles wieder in mir zu vergraben.“

Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüssten, wie wenig die anderen über sie nachdenken.*

Ich ziehe meinen Hut …

… vor all jenen, die ihr Leben leben – genauso, wie sie es möchten, genauso, wie sie sind, mit allen wunderbaren und weniger schönen Konsequenzen und natürlich ohne Verletzungen durch andere. Die zu sich stehen, zu allem, was sie ausmacht. Die andere nicht beurteilen, da sie sich selbst nicht verurteilen. Die wissen, dass das Leben ein Prozess ist, ein Fluss, der eben mal stetig und ruhig, genauso aber auch wild und unzähmbar sein kann. Die stolpern und stürzen, dabei ihren Hut vielleicht einmal verlieren oder einen neuen benötigen, weil der alte nicht mehr passt oder unauffindbar ist.

Fangen Sie an. Ziehen Sie sich an, wie Sie wollen, essen Sie, was Sie wollen, seien Sie mit Menschen befreundet, für die vielleicht nicht jeder Verständnis hat, weil sie nicht der breiten Masse entsprechen. Lieben Sie, wen sie wollen, in allererster Linie sich selbst. Egal, ob Sie Mutter, Vater, Führungspersönlichkeit, Partnerin oder Partner sind. Sie leben jetzt. Auf was wollen Sie warten? 

*(Bertrand Russell / britischer Philosoph)

22. Januar 2021 0 Kommentare
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Druckfrisch – mein Artikel zum Thema „innere Stärke“.
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Druckfrisch – mein Artikel zum Thema „innere Stärke“.

Du weißt nie, wie stark du bist, bis stark sein die einzige Wahl ist, die du hast.
(Bob Marley)

Wir holten einen erfahrenen Hundetrainer mit an Bord, führten ausführliche Gespräche und vor Ort-Besichtigungen mit der Tierschutzorganisation durch und waren bereits selbst erfahren im Umgang mit Angsthunden. Auch unser Dreibein Nikki war sicherlich froh, wieder eine Spielgefährtin zu haben, nachdem unsere beiden Hunde in einem gesegneten Alter verstorben sind. Wir waren, aus unserer Perspektive, bestmöglich vorbereitet. Unser neues Familienmitglied, die acht Monate alte Pempa, konnte kommen. Was sollte schiefgehen?

Für das Üben gelebter Resilienz (mentale & körperliche Stärke) braucht es nicht immer den großen Schicksalsschlag. Der Einzug einer kleinen, ängstlichen Straßenhündin reicht da manchmal schon völlig aus …

Darüber erzählt mein 4-seitiger Artikel in der aktuellen Magazin-Ausgabe der „healthstyle“ – gespickt mit dutzenden von Fragen, die Sie sich selbst gerne stellen können, um sich Ihrer eigenen, inneren Stärke (Ihrer Resilienz) bewusst zu werden.

Viel Freude beim Lesen und Entdecken. Gleich hier >

 

2. September 2020 0 Kommentare
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Wunsch oder Ziel? Fragen wir die Maus.
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Wunsch oder Ziel? Fragen wir die Maus.

Das mit den Wünschen und den Zielen ist so eine Sache. Vor allem, das eine vom anderen zu unterscheiden. Womöglich kommen noch Dutzende innere Stimmen hinzu, die nonstop in der Gedankenschleife miteinander diskutieren, ohne einen Schritt weiterzukommen.

Die abwägen oder gar ablehnen, weil ein bremsender Glaubenssatz (also eine Überzeugung) den nächsten jagt, wenn auch ohne Argumentationsgrundlage, dafür umso lauter in den Kopf hineinpoltert: „Lass es“, „das ist eine Schnapsidee“, „du bist zu alt dafür“, „damit fällst du definitiv auf die Nase“, „ausgerechnet JETZT fällt dir das ein.“

Wiederum gibt es da diese Sehnsucht: „Ich habe Lust auf etwas Neues, diese Idee trage ich schon seit Jahren mit mir herum.“ Diese Träumerstimme, die ebenso wenig Ruhe gibt und immer wieder hochploppt. Und zwischen den beiden sitzt dann auch noch der Realist. Puh.

Mitunter können diese inneren Dialoge unfassbar anstrengend sein. So sehr, dass sich diese inneren Konflikte irgendwann auf die Gesundheit niederschlagen – im wahrsten Sinne des Wortes. Von den Meinungen außerhalb des eigenen Kopfes ganz zu schweigen.

Die Zeit, in der wir leben, ist prädestiniert für solche Gedankengänge. Belasse ich alles beim Alten? Wobei das Bisherige wohl nicht mehr in der Form existieren wird, wie wir es bis dato kannten. Wage ich es oder halte ich es einfach weiter aus, bis meine Lebenszeit ihr Ende hat? Was soll ich tun? Was kann ich denn überhaupt tun? Ich würde schon gerne, aber …

Nun möchte ich nicht über die Angst schreiben, die natürlich bei diesen Dialogen eine tragende Rolle spielt. Vielmehr möchte ich Ihnen eine kleine Maus vorstellen, die Ihnen vielleicht im ersten Moment mehr Klarheit in Ihre Fragen bringt:

Ich darf vorstellen: Mickey Mouse.

Deren Erschaffer, Walt Disney, eine, wie ich finde und die ich in den letzten Monaten häufiger einsetze, großartige Methode entwickelte, um sich zu seinen Zeiten ähnliche Fragen zu stellen, wie Sie es vielleicht tun. Und seine Antworten fand. Natürlich arbeite ich hier im intensiven Dialog mit meinen Klienten, doch für Ihren ersten Schritt in den eigenen vier Wänden reicht diese abgespeckte Version für ein Ausprobieren bestimmt aus. 😊

Das benötigen Sie:

  • Wenn Sie diese Übung im Sitzen machen möchten, benötigen Sie drei Stühle. Die Übung gelingt jedoch auch super im Stehen. Also reine Geschmackssache.
  • Drei Blätter. Je Blatt eine Beschreibung: Träumer (Visionär), Kritiker, Realist. Entweder auf den jeweiligen Stuhl oder auf den Boden in einer Dreiecksituation positionieren. Zum Draufsitzen oder eben Draufstehen.
  • Einen für Sie sicheren Raum, Zeit, Lust und Offenheit auf das, was passiert

Los geht’s:

1. Definieren Sie ein Ziel, das Sie erreichen möchten. Oder auch eine Idee oder Vision.

2. Setzen oder stellen Sie sich auf den/die TräumerIN und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was sind die Vorteile?
  • Warum strebe ich danach?
  • Wann könnte ich das Ziel erreicht haben?
  • Warum möchte ich gerade jetzt beginnen?
  • Was kann in meiner Zukunft alles möglich sein?

3. Setzen oder stellen Sie sich nun auf den/die Realisten/RealistIN und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wie genau soll meine Idee/mein Ziel/meine Vision umgesetzt werden?
  • Welchen zeitlichen Rahmen gibt es dafür?
  • Wo wird es durchgeführt?
  • Wer genau wird es durchführen?
  • Warum ist jeder einzelne Schritt erforderlich?
  • Wer bin ich, wenn ich die Idee verwirkliche?
  • Wie sehe ich mich mit dieser Idee oder auf dem Weg dorthin?
  • Woran werde ich erkennen, dass jeder Schritt vollzogen ist?
  • Woran werde ich genau erkennen, dass das Ziel erreicht ist?

4. Setzen oder stellen Sie sich nun auf den/die KritikerIN und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Ist meine Idee überhaupt realistisch?
  • Was muss ich vorher noch erreichen, damit ich die Grundlagen für meine Idee/mein Ziel/meine Vision schaffe?
  • Welche Menschen muss ich vorher für meinen Plan gewinnen und warum?
  • Wer wird gegen meine Idee sein? Wieso wird er/sie dagegen sein?
  • Wo/wann wird sich meine Idee nicht durchsetzen lassen?
  • Worauf werde ich verzichten müssen?
  • Was sind die Vorteile meiner Idee und meiner Vorgehensweise?
  • Welche Auswirkungen hat meine Idee auf alle Betroffenen?
  • Was ist angenehmer, wenn ich nichts ändern muss?
  • Welche Schwierigkeiten könnten meine Änderungen mir bringen?

Ganz wichtig hierbei: Ihr Kritiker kritisiert den/die Realisten/RealistIN, nicht den/die TräumerIN!

Des Weiteren spüren Sie auf jeder der drei Positionen in Ihren Körper hinein. Wie fühlt er sich an? Welche Gefühle kommen hoch und wo genau sitzen diese?

5. Zum Schluss nehmen Sie Ihre Erkenntnisse und begeben sich wieder auf den Platz Ihres Träumers/Ihrer TräumerIN. Vielleicht ist Ihre Idee, Ihr Ziel oder Ihre Vision stärker denn je oder Sie überdenken diese und passen sie an. Bleiben Sie einfach neugierig auf das, was kommt.

Dies ist nur ein kleine Einführung in diese Methodik. Und doch eröffnet Sie Ihnen vielleicht neue Gedanken, die Ihnen vorher nicht in den Sinn kamen. Und damit wird es doch ein Stückchen klarer, als es bis dato der Fall gewesen ist.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls Herzflimmern, Menschenverstand (zielen, nicht wünschen) und ganz viel Eigenwahrnehmung mit der kleinen Maus. Und natürlich: Bewusstsein und Erkenntnis. Und dann laufen Sie wagemutig los.

10. August 2020 0 Kommentare
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Und tschüss.
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Und tschüss.

Emil Oesch sagte einmal:

Zeit haben heißt: wissen, wofür man Zeit haben will und wofür nicht.

ich freue mich sehr auf meine bevorstehende (R)auszeit bis zum 30.08.2019. Zeit für all jene Menschen, Vier- und Dreibeiner zu haben, die in meinem täglichen Geschehen an der einen oder anderen Stelle vielleicht auch einmal zu kurz gekommen sind. Auch freue ich mich darauf, für mich Zeit zu nehmen. Um meine Gedanken fliegen zu lassen, wie ich es bei meinem ersten Gleitschirmflug im August erleben durfte. Wie ich dieses Erlebnis nochmals neu in meine Gedanken-Stunden zu den Themen „Angstüberwindung“ und „negative Glaubenssätze/Überzeugungen“ einfließen lassen kann. Denn bis zu diesem Tag dachte ich, ich hätte Höhenangst – und habe danach auch gelebt.

Vielleicht haben auch Sie manchmal ängstliche Momente und bremsende Gedanken, die Sie sich gerne näher anschauen möchten. Wenn ja, sehen wir uns vielleicht bei einer oder vielleicht sogar bei beiden Gedanken-Stunden im September. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Bis dahin wünsche ich Ihnen freudvolle Tage mit leichtem Gepäck. In Ihren Gefühlen, in Ihrem Körper, in Ihrem Geist.

Ich bin dann mal weg.

Herzlichst, Ihre Nadine Pötz

8. August 2019 0 Kommentare
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Du fühlst, was du denkst. Und du bist, was du fühlst.
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Du fühlst, was du denkst. Und du bist, was du fühlst.

Montagmorgen, 7:15 Uhr, –2 Grad.

Nicht meine Temperatur und schon gar nicht meine Uhrzeit. Nun können meine Gedanken sein: „Echt jetzt, dass ich in aller Herrgottsfrühe auf einem gefrorenen Acker herumlaufe und meine Finger bereits nach fünf Minuten steif gefroren sind, da ich mit Handschuhen die Schleppleine nicht richtig greifen kann? Meine Große, Nikki, ihre erste Hasenspur in der Nase und alles im Sinn hat, nur nicht einen Moment auf uns zu warten, bis wir Pempa umgeleint haben? Und das auch noch montags? Echt jetzt?“ Ja, das könnte ich. Mich auf all das konzentrieren und dabei so vieles übersehen, das ebenso da ist. Zum Beispiel dieser grandiose Sonnenaufgang. Diese fantastische, kühle Luft bewusst ein- und ausatmen und das faszinierende Farbenspiel des Reifs, der von den ersten Sonnenstrahlen wachgeküsst wird, beobachten.

Mich zu beobachten. Innezuhalten.

Mein Herz zu spüren, dass ein paar Takte schneller schlägt, weil Pempa nach nun fünf sehr herausfordernden und sehr anstrengenden Monaten losgelöst von ihren Ängsten ihre neue Freiheit erkundet. Mit Nikki Seite an Seite die Welt und sich selbst anfängt zu entdecken — und die Hasenspur… Mich darüber zu freuen, dass ich diesen Hund in meiner Selbstständigkeit aufnehmen konnte und einen Mann habe, der dies ebenso sieht. Ebenso Nikki, die als kleiner, dreibeiniger Mischlings-Terrier mit Löwenherz sicherlich auch ihre Momente hatte, ihr Revier zu teilen. Und nun tut sie es mit großer Freude und tollt mit Pempa über die Felder.

All das denke ich und fühle mich, trotz Temperatur und Uhrzeit, erfüllt. Ebenso wie ich die Geschichte, unsere Geschichte mit Pempa, in mein Coaching mit einbauen werde – z. B. zum Thema der sieben Schlüssel zu einer größeren, inneren Stärke (Resilienz), denn diese haben wir alle die letzten Monate gut gebrauchen und anwenden können.

Also, auf welche Menschen und Situationen konzentrieren Sie sich?

Was denken Sie und was und wie möchten Sie sich fühlen? Schon einmal innegehalten und bewusst wahrgenommen? Ich wünsche es Ihnen. Denn mitunter kann die größte Erkenntnis sein, dass wir sehr oft selbst in der Hand haben, wie wir uns fühlen möchten. Denn vor jedem Gefühl kommt der Gedanke und diesen wiederum können wir selbst steuern. Außer, Sie treffen Ihre große Liebe und der Kopf und Bauch sind voller Schmetterlinge, da mag es ein wenig anders liegen 🙂

So freue ich mich auch morgen wieder auf unseren Spaziergang. Auf was möchten Sie sich zukünftig freuen?

18. Februar 2019 0 Kommentare
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