Ab sofort ändere ich die Inhalte meiner Beiträge. Ob sie dann noch so interessant und lesenswert sind, werde ich erleben. Parallelen zu oder aus meinem privaten Leben wird es nicht mehr geben. Es ist eine Entscheidung für mich als Mensch und gegen meine bisherige Einstellung, meinen Inhalten eine persönlichere Note zu geben, damit eine größere Verbundenheit mit mir und meiner Arbeit entstehen kann.
Der Grund? Ein trauriger, in vielerlei Hinsicht.
Denn eigentlich wollte ich heute eine ganz großartige Geschichte aus meinem privaten Umfeld posten (mit dem Go der Mutter), wie Kinder anderen Kindern helfen. Wie sie in jungen Jahren sehr wohl Verantwortung für die Natur übernehmen und alles dafür geben. Von wegen, kein Gemeinschafts-Sinn, es ist alles verloren, früher war alles besser und so …
Jedoch erfahren meine Familie und ich seit einigen Monaten am eigenen Leib wie es sich anfühlt, wenn ein Mensch seinen Emotionen freien Lauf lässt. Ohne Kommunikation, ohne Begründung und im Schatten. Bei uns in der Form von Schrauben im Reifen − bereits zum dritten Mal.
Und ja, darüber mache ich mir Sorgen und erlebe die Klaviatur der Gefühle, inklusive phasenweise einer Furcht um meine Familie. Früher wäre aus diesem Erlebnis ein tiefgründiger Blogbeitrag geworden, um diese Situation näher zu beleuchten, meine Gedanken darüber zu formulieren und wie ich auch Verständnis für das Verhalten dieses Menschen aufbringen kann.
Ich werde dies nicht tun und zukünftig mit mehr Abstand über die Themen berichten. Auch wenn das Persönliche dabei massiv auf der Strecke bleibt – das ist es mir nicht wert.
Da mein Netzwerk auch eher aus den stillen Leserinnen und Lesern besteht, möchte ich dieses Mal gezielt darum bitten, den Beitrag gerne zu lesen, jedoch NICHT zu kommentieren. Es bedarf keiner weiteren Aufmerksamkeit, keiner Spekulation oder ähnlichem, sondern dient der reinen Information, wieso sich meine Post’s inhaltlich verändern. Nicht mehr und nicht weniger.
Lassen Sie uns lieber gemeinsam den Fokus auf das Gute lenken, denn auch dieses gibt es heute ein Dutzend Mal. 🙂
In diesem Sinne:
„Wenn du helle Dinge denkst, ziehst du helle Dinge an dich heran.“ Prentice Mulford
#veränderung
Mein Artikel im aktuellen „healthstyle Magazin“ beleuchtet auf 3 Seiten genau diese Frage. Denn:
Wenn Sie schon jeden Morgen für Ihren Job aufstehen, sollte dieser wenigstens ein bisschen Zufriedenheit und Freude mit sich bringen, anstatt nur Zeit und Energie zu verschwenden. Denn Ihre Arbeitszeit ist in allererster Linie auch immer Ihre Lebenszeit.
„Womit genau verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt und wieso haben Sie sich für diesen beruflichen Weg entschieden?“ So eine meiner ganzheitlichen Fragen, wenn sich ein Mensch mit mir auf seine persönliche Veränderungsreise begibt. Und dabei muss es sich nicht einmal um das Anliegen eines Jobwechsels handeln.
Gute Frage, nächste Frage.
Den Artikel, um sich im ersten Moment selbst zu reflektieren gibt es hier: KLICK
Sollten durch diesen Weitere aufgetaucht sein, die Sie sich nun gerne endlich beantworten möchten , rufen Sie mich gerne unter: 07141 – 3098550 an. Ganz nach dem wunderbaren Claim des Magazins, dem ich mich von Herzen anschließe: „Entspannt wachsen. Gelassen leben.“
Wenn mir jemand im November vergangenen Jahres gesagt hätte, dass ich letzten Mittwoch wieder vor einem der zahlreichen Berliner Bären stehen würde – diesen fand ich in Köpenick 🐻 – ich wäre skeptisch gewesen. 😂 Dieses Mal begleitete ich 20 Menschen von MCI Deutschland.
Wir gingen auf eine gemeinsame Entdeckungsreise, wer wie tickt, wie denn so die Selbsteinschätzung der eigenen Natur und Prägung ist und wie andere einen wahrnehmen. Wie so oft bei solchen Workshops wurde viel gelacht, an der einen oder anderen Stelle auch gezweifelt, ob denn das Alles so seine Richtigkeit hat und vor allem, viel nachgedacht und nachgespürt. 🧠🩷
Es war mir eine große Freude und auch eine neue Erfahrung, da ich hierfür einen kurzen Stopp in meiner Gedanken-Pause einlegte. Work & Travel sozusagen. Und genau dies war wiederum ein gutes Bespiel dafür, dass Menschen zwar ein gleiches Verhalten an den Tag legen können, jedoch unterschiedliche Beweggründe dahinterstecken. 😉
So starte ich erholt, mit jeder Menge Freude im Bauch auf meine Arbeit und in Dankbarkeit, 🙏wieder so tolle und facettenreiche Menschen kennengelernt zu haben. Die, bei aller Unterschiedlichkeit eines gemeinsam haben – auch mit mir: Bock darauf, das eigene Leben und die Zufriedenheit selbst in die Hand zu nehmen. Offen für Veränderungen sind, auch wenn sie einen im ersten Moment vielleicht aus der eigenen Komfortzone schubsen, um am Ende des Tages aufrichtig sagen und fühlen zu können: „Ich habe mein Bestes gegeben und es ging mir dabei gut.“
Ich saß zu Hause an meinem Schreibtisch, um mir nach einem langen Jahr der (beruflichen) Sinnfindung die Beschreibung des Studienganges „Personal- & Businesscoaching“ durchzulesen. Freude durchströmte meinen ganzen Körper, so, wie es oftmals meine Klienten erleben, wenn sie ihren ganz eigenen, diesen einen Augenblick haben.
Und da ich eine Frau der flotten und klaren Entscheidungen bin, war ich schneller eingeschrieben, als es so manch einer in meinem Umfeld mitbekam.
Allen Unkenrufen zum Trotz: „Du hast doch einen gutbezahlten Job.“ − Ich arbeitete, unter anderem, als strategische Marketingberaterin für mittelständische Unternehmen und Konzerne, wofür ich im Laufe der Jahre jedoch immer weniger aufstehen wollte. Und hatte darüber hinaus meine TISCHNACHBARN ins Leben gerufen. Einen Online-Shop für selbstdesignte Papeterie zum Thema Tischkultur für den privaten Gebrauch als auch für den Wedding-Bereich. Vielleicht schreibe ich auch einmal über diese Zeit.
„Bist du nicht schon zu alt? Außerdem hast du doch alles, wann willst du überhaupt lernen, wenn du ebenso deinen (beachten Sie bitte das „DEINEN“) Haushalt und drei Hunde hast …“ Nicht alles, was noch gesagt wurde: „Und eine Ehe führst du auch noch …“
Echt jetzt? 🤨
Und bei allen vermeintlichen Herausforderungen, die mir selbst noch durch den Kopf gingen. Ich war fest entschlossen, denn Arbeitszeit ist Lebenszeit und meine wollte ich sinnhafter und mit viel mehr Freude und Spaß füllen. Doch nicht mit dem Kopf durch die Wand, ohne zu wissen, was ich im Nebenzimmer wirklich wollte.
Mein Ziel war klar. 🎯Ich wusste sogar schon, wie meine Büroräume aussehen würden. Welche Farben die Wände und Sessel bekämen. Und immer mit frischen Blumen auf dem Tisch. 💐
Und natürlich, es bedeutete, den Alltag neu zu strukturieren. Meinen Mann mit ins Boot zu holen – selbstredend – um zu besprechen, was als Familie auf uns zukommen würde und wer was in dieser Zeit übernehmen könnte, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben.
Es wurde realistisch gerechnet. Die Sessel hatten ihren Preis …, eine Positionierung erarbeitet, der Marketingplan vom Papier in die Umsetzung gebracht. Ich habe mich mit positiven Menschen umgeben und die Nörgler entweder weiter nach hinten geschoben oder ganz aus meinem Leben genommen. Und: Ich habe immer und immer wieder mit der Fragestellung in mich hineingehört und -gefühlt: „Ist es das wirklich?“ Und ja, das war es. Zu jedem Zeitpunkt.
So hielt ich bereits während des Studiums meinen ersten Workshop und es schien, als ob das Universum durchatmete und zu mir sagte: „Endlich hast du es begriffen.“ ♥️
Meine Schwerpunkte haben sich mit den Jahren geändert, denn meine Positionierung hatte ich ursprünglich überwiegend im Lifecoaching gesehen. Heute finden jedoch hauptsächlich Führungskräfte, dann Teams oder Mitarbeiter und ganz selten Privatmenschen ihren Weg zu mir. Und auch darauf habe ich mich eingelassen. Leben bedeutet Veränderung.
Ebenso, wie ich in diesem Jahr einen weiteren Bereich hinzunehmen werde, der vermeintlich im ersten Moment so gar nichts mit Coaching zu tun hat, doch umso mehr mit dem Warum meines Berufs und Lebens im Allgemeinen. Dazu gerne mehr an einer anderen Stelle, wenn die zweite Website steht.
Von Herzen möchte ich die Gelegenheit nutzen, um erneut all jenen zu danken, die mich auf meiner bisherigen Reise begleitet haben. Dies kann nämlich mitunter sehr anstrengend für meine Mitmenschen sein. 🫶🙏
Angefangen bei meinem Mann ❤️, der, auch wenn er die Dinge manchmal anders machen würde, ausnahmslos an meiner Seite steht, mich unterstützt und mich machen lässt. Über meine beste Freundin Nadine (ja, kein Schreibfehler) 👯♀️, die mich immer mal wieder „runterholt“, wenn meine tausend Ideen wild durcheinanderwirbeln und meine Füße schneller sein wollen als der Kopf, weil das Herz so laut und aus tiefster Überzeugung „Ja“ ruft.
Katrin, die neben einer jahrzehntelangen Freundin auch als Texterin meiner Website ihre einzigartige Handschrift verleiht ✒️– zum Glück haben wir denselben, manchmal kniffigen Humor, sodass es ihr leicht fällt, meinen Texten den finalen Schliff zu geben und auf den Punkt zu bringen. Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, dass ich mich oftmals in Schachtelsätzen verliere … So zu finden bei allen Blogartikeln, redaktionellen Texten und Posts in den sozialen Netzen.
Dann gibt es natürlich auch Miriam. 🤩 Die nicht nur mein Logo sowie das gesamte FRAUPÖTZ-CI verantwortet, sondern auch immer meiner Stimmigkeit ihren Raum gibt, auch wenn sie die Farbe selbst anders gewählt hätte.
Und da wäre noch Andi 📷, der mich von Beginn an (sogar schon zu Zeiten der TISCHNACHBARN) mit tollen Porträts und Bildern begleitet und auf eine besondere Weise mein Innerstes einfängt. So wie auf meinem „10 Jahre“-Bild zu sehen. Hatten wir einen Spaß. 🧹😉
Ich freue mich auf die weiteren 10 Jahre und bin neugierig, was sie bringen werden. Und ja, ich bin stolz auf das, was ich mir aufgebaut habe. Mit allen Höhen und Tiefen, Irrungen und Wirrungen, denn eines hat mich immer getragen: mein zutiefst intrinsisch motiviertes WARUM, welches noch weiter seinen Raum finden wird, um am Ende meines Weges sagen zu können, dass mir dies überwiegend gelungen ist:
„Du selbst zu sein, in einer Welt, die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.“
(Ralph Waldo Emerson)
Trossingen, in der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung: 17 Mitarbeitende unterschiedlichster Schulsekretariate deutschlandweiter Musikschulen gingen mit mir 1 ½ Tage auf ihre persönliche sowie gemeinsame Entdeckungsreise.
Wir beleuchteten die innere sowie äußere Kommunikation und den Zusammenhang der eigenen Bedürfnisse und die des Gegenübers. Wir haben #Werte und darüber hinaus Schritte zu #Transformationsprozessen erarbeitet, wenn die bisherigen Systeme nun nicht mehr haltbar sind.
Wir haben die Herausforderung angenommen, die eigenen Zeitfresser ⏱️zu erkennen und die dazu nötigen Lösungsschritte konkret anzugehen. Wir sind in die Selbstfürsorge gegangen und in die hierfür 7 hilfreichen Schritte der Resilienz. 💪👣
„Wir treffen uns heute Abend noch auf einen Absacker an der Bar🍷. Du kommst doch auch noch dazu?“ Und obwohl meine Arbeit an diesem Tag bis 22 Uhr ging und die ausschleichende Erkältung meinen Kopf so langsam dicht machte, kam ich dieser aufrichtigen Einladung gerne nach. Ebenso wie ich sanft und doch bestimmt darauf hingewiesen wurde, dass es nun Zeit fürs Bett wäre …
Überhaupt erlebte ich in der gemeinsamen Zeit Menschen, die sich bis dato nicht kannten und in dieser Woche zu einer Gruppe zusammengewachsen sind, die einander vertrauen, wie ich es in Teams selten erlebe.
Fürsorge und Mitgefühl waren allgegenwärtig. „Nadine, ich habe japanisches Heilpflanzen-Öl dabei, das ist gut für die Ohren. Magst du es haben?“
Es wurde zusammen schallend gelacht, ebenso wie mucksmäuschenstill und wertschätzend zugehört, wenn von Schicksalsschlägen erzählt wurde. Es gab die eigene Haltung, Körper-Übungen doof zu finden und es somit zu lassen. Großartig, wenn Menschen dazu stehen, auch wenn es nur ihnen gerade so ergeht.
Am Ende der gemeinsamen Zeit dann weitere schöne Erkenntnisse.
So z. B., dass es nicht immer ganz klar war, ob es jetzt um das Private oder Berufliche ging, um schließlich beides miteinander zu verbinden. „Alles richtig gemacht“, ging es mir durch den Kopf, denn ich betrachte das Leben auch immer ganzheitlich und möchte Menschen dazu inspirieren, ihre bisherigen Perspektiven zu hinterfragen.
Es ging um die Erkenntnis, dass Klangschalen nicht das Ding sind und schon gar nicht Meditationen, man selbst jedoch genau am richtigen Platz ist. In diesem Job, in dieser Musikschule, mit diesen Menschen.
Wärme sowie Dankbarkeit erfüllten den Raum. Unter den Teilnehmenden, mir gegenüber und auch der Bundesakademie. Auch ich möchte mich herzlich für das Vertrauen bedanken. Und auch dir, liebe Carina Frey, für dein herzliches Willkommen, die Kanne heißen Tee und die erfüllenden Gespräche. 🙏
Und bei dieser Klientenstimme freue ich mich jetzt schon auf den Führungskräfte-Workshop im Juni:
Liebe Nadine, du warst (und bist) in jeder Hinsicht eine Bereicherung für dieses Seminar! Die Resonanz und Dankbarkeit der Teilnehmenden hat wieder einmal gezeigt, wie bedeutend die persönliche Weiterentwicklung für die berufliche Zukunft ist. Beides kann nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Auch mich (persönlich) hast du stark inspiriert – herzlichen Dank! 🙏
… und schlang sich daher lieber noch ein bisschen fester die Kuscheldecke um den Körper.
Und heute? Fürchten sich immer noch so viele Menschen vor dem eigenen „Gefühlsmonster®“, sodass sie sich nach wie vor lieber die Decke über den Kopf ziehen, anstatt sich ihm zu stellen und endlich einmal hinzuschauen. Oder sollte ich besser sagen, hinzufühlen? 🩷
Kommt Ihnen bekannt vor? Also die Situation mit dem Gefühlsmonster®?
Dann ist vielleicht 2024 DAS Jahr, IHR Jahr, in dem wir beide Ihre taube Gefühlsdecke schwungvoll nach hinten schwingen und gemeinsam unter Ihr Bett schauen – bzw. in Ihre Schattenwelt hineingehen. Und auch wenn es einen Moment dauern mag, bis sich Ihre Monster zeigen. Es unangenehm werden kann und von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt eventuell alles dabei ist. Ich bin an Ihrer Seite. Gleich hier, wenn Sie mögen: 07141 – 30 98550 oder unter gedanken(at)fraupoetz.de
Und das anschließende Gefühl wieder ein Stück näher bei sich selbst angekommen zu sein, das eigene Leben, sei es als Führung, Mitarbeiter, einfach als Mensch wieder mehr zu leben, ist so großartig, dass Sie nie wieder anders leben möchten. Herzlich willkommen auf Ihrem Weg in Ihre Veränderung.
„Furcht ist eine Reaktion. Mut ist eine Entscheidung.“ Winston Churchill
Beim Aufräumen kann ich oftmals den Gedanken freien Lauf lassen. So auch neulich, als ich unseren nicht ausgebauten Dachboden wieder einmal auf Vordermann bringen wollte – ich hatte mir neue, stapelbare große und kleine Kisten zugelegt. Den Begriff Optimierung finde ich im Zusammenhang mit dem #MenschSein zwar völlig daneben, im Kontext des Aufräumens hingegen ganz wunderbar. Für mehr Übersicht, Klarheit, Leichtigkeit, Ordnung im Außen und somit oftmals auch im Inneren.
Eine Reise durch die Zeit.
Ausgelöst durch die Deko der letzten Geburtstagsfeiern, die Bücher mit hinreißenden Widmungen oder die unzähligen Briefe aus den letzten 25 Jahren inklusive der ganzen Fotoalben – nein, noch nicht digitalisiert. So wurden aus den geplanten zwei Stunden schließlich vier – es war einfach zu schön, in den Erinnerungen zu blättern.
Dabei stellte sich eine kleine Achterbahn der Gefühle ein, gepaart mit schallendem Gelächter, ja, ja, die 80er, dem einen oder anderen tiefen Seufzer, weil Mensch und Tier in der Zwischenzeit gegangen sind, um am Ende mit ganz viel Wärme ums Herz und Freude im Körper auf das Ergebnis zu schauen: Spendenkisten, ein noch besseres Ordnungssystem und mehr Raum für all das, was kommen darf. Und: dreckige Füße – auch wenn ich im Bild ein wenig nachgeholfen habe – der Eindringlichkeit wegen.
Dann kam dieser Gedanke, dass diese Fußsohlen symbolisch für einen Veränderungsweg stehen. 👣
Veränderung kann eben auch einmal bedeuten, dass Sie durch den Dreck müssen. Um das, was nicht mehr zu Ihnen und Ihrem Leben passt, aktiv loszulassen oder loslassen zu müssen – wenn auch ungewollt. In den Spiegel zu schauen, das Gesicht zu lieben, das Sie anschaut, auch wenn es Verhaltensweisen geben mag, die Sie nicht leiden können. Mit all den Facetten, die Sie zu bieten haben. Ein Annehmen Ihrer Selbst, um frei für Weiterentwicklung zu sein. Ob im Privaten oder Beruflichen.
Um am Ende Ihres (Lebens-)wegs mit einem entspannten Lächeln an Ihrem Lieblingsort zu sitzen. Mit sich im Reinen und friedvollen Gedanken im Kopf:
Ja, das war genau mein Leben und ich habe davon mehr genossen, als dass ich mich gegrämt habe. Ich habe mir und anderen verziehen, damit ich das Gefühl von innerer Freiheit erleben konnte. Und ja, das eine oder andere tat weh, machte mich wütend. Ich ließ mich verletzen. Doch bin ich jedes Mal stärker wieder aufgestanden, um meinen Weg unbeirrt zu gehen. Ich habe mir den Staub von der Kleidung und aus den Haaren geschüttelt, meine Füße geschrubbt und mir neue Schuhe angezogen. Welche, die besser passten.“
Ja, das Leben ist nicht immer nur ein Ponyhof bei Sonnenschein. Das Leben ist dual. Immer. Es gibt Tag und Nacht. Ying und Yang, Ebbe und Flut, Licht und Schatten, zwei Seiten der Medaille. Wir brauchen das eine als auch das andere, wenn uns auch die positive Seite sicherlich die liebere von beiden ist. Doch wie sollen wir diese spüren, wenn wir nicht auch die andere erleben? Woher sollen wir den Unterschied kennen?
Vielleicht unterstützt Sie der Gedanke, dass es immer beides im Leben geben wird. Wie viel Schmutz und Dreck auch auf Ihrem Weg liegen mag – Sie haben es immer selbst in der Hand, ob Sie auf ihm weiterlaufen und somit mitschleppen oder Ihre Füße davon reinwaschen möchten. Und plötzlich läuft es sich wesentlich leichter. ☀️❤️👣
Oder:
Ist es wirklich immer so erstrebenswert, wenn der Wunsch nach einer Trennung (Thema Work-Life-Balance) Wirklichkeit wird?
Damit werde ich mich sicher noch länger auseinandersetzen“, „der Vortrag heute trägt mich schon durch den ganzen Nachmittag.“
– so zwei von unzähligen Rückmeldungen zu meiner Gedanken-Stunde „Home & Office“ beim Frauenstammtisch des SWR.
Die Themen:
Wenn am bisherigen Esstisch, neben dem privaten Umfeld, auch die Führungskraft und das Team Platz genommen haben – und vermutlich auch so schnell nicht wieder aufstehen werden. Wie kann ich beides stimmig miteinander verbinden und auch wieder trennen?
Es ging darum, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt und um die Frage, wo die eigene den ganzen Tag eigentlich hingeht. Wieso die Selbstfürsorge so schwerfällt und ob es wirklich am Termindruck liegt oder daran, nicht Nein sagen zu können. Es ging um eine aktuelle Apple TV+ Serie, in der die Menschen, sobald sie das Unternehmen betreten, sich nicht an ihr Privatleben erinnern können und umgekehrt, wenn sie das Gebäude wieder verlassen. Ist es wirklich immer so erstrebenswert, wenn der Wunsch nach einer Trennung (Thema Work-Life-Balance) Wirklichkeit wird?
Es ging um alltägliche, positive Ankerpunkte, Körperwahrnehmung und Rituale (der Mensch ist ein Gewohnheitstier und der innere Schweinehund oftmals penetrant gemütlich). Auch wenn die Gedanken-Stunde digital stattfand, spürte und „hörte“ ich regelrecht, wie sehr die 90 Geister in Aktion waren.
Ziel erreicht. 🙂
Denn als ich vor rund acht Jahren als Coachin begann, habe ich mir parallel mein eigenes „WARUM?“ erarbeitet:
- Warum möchte ich ausgerechnet diesen Beruf ausüben?
- Warum denke ich, wird mich dieser jeden Tag so sehr erfüllen?
- Aus welchen konkreten Gründen würde ich jeden Tag intrinsisch motiviert aufstehen, um gemeinsam mit Menschen daran zu arbeiten, eine positive Veränderung aktiv herbeizuführen?
Die Antwort auf diese und andere Fragen war irgendwann glasklar:
„Ich rege Menschen zur Erkenntnis, zu einem größeren Bewusstsein an, um die Welt für sich und andere zu einer besseren zu gestalten.“
Oder auch:
Für diesen, Ihren, einen Augenblick.
„In einem Moment des Innehaltens sitzen Sie mir gegenüber. Schmunzeln, nicken zustimmend. Vielleicht lächelt sogar Ihr ganzer Körper mit, so groß ist die Freude über die gerade neu gewonnene Erkenntnis. Motivation und Stolz erfüllen den Raum. Ihr Kopf und Ihr Herz sind im Einklang, die Füße bereit, einen neuen Weg zu gehen.“
Es hat sich seitdem einiges geändert, z. B. meine Arbeitsweise.
Die einen möchten im kuscheligen Ohrensessel oder auf dem Boden reden. Andere wiederum haben den Drang nach Bewegung oder bekleben meinen Gedanken-Raum mit bunten Post-its®. Andere genießen eine entspannte Fantasie-Reise, arbeiten verstärkt mit ihrem Unterbewusstsein oder möchten eine Karte zu ihrem Krafttier ziehen. Wir besprechen die größeren Zusammenhänge der Welt (oder auch des Universums) und die eigene Aufgabe auf diesem Planeten. Je nachdem, was eben dran ist. Und dabei spielt es für mich keine Rolle, ob ein Mensch mit privaten Anliegen, eine Führungskraft oder ein Team vor mir sitzt. Unterm Strich geht es um ein größeres Bewusstsein für die eigenen Themen und für sich selbst im ganzen Sein.
So wie es bei den Frauen am SWR-Frauenstammtisch der Fall war. Denn eines hat sich, zumindest aus meiner Erfahrung, ebenso geändert: Es machen sich immer mehr Frauen aus allen Generationen auf ihren Weg. Sie wollen nicht mehr hinnehmen, ruhig sein, abwarten und Tee trinken. Sie möchten aufarbeiten, sich Zeit dafür, sich selbst wichtig(er) nehmen, um klarer zu sehen und Freude, inneren Frieden, Gelassenheit und Fülle zu (er)leben.
Es gab einen Ruck, vor allem in der Pandemie-Zeit und es erfüllt mich mit Stolz und tiefster Sinnhaftigkeit, ein Teil jeder Einzelnen gewesen oder immer noch zu sein. Veränderung ist ein Prozess, der nie endet, sondern im Ergebnis immer besser wird. Wieso sollten wir, wieso sollten ausgerechnet Sie darauf verzichten?
März 2022. Dass die Zeiten gerade sind, wie sie sind, hätten sich vermutlich die wenigsten von uns vorstellen können. Erst stellte ein Virus unser Leben auf den Kopf und nun Bilder eines Krieges – nicht unweit von uns entfernt. Und wieder geht es darum, mit den Gefühlen der Hilflosigkeit, Ohnmacht, Fassungslosigkeit, Ungewissheit, der Angst und Sorge umzugehen. Und ja, vielleicht auch mit der Wut und der bisher ungeklärten Frage, welche Situationen denn noch alle zu meistern sind. Für jeden Einzelnen als auch für das Kollektiv. Denn ob es uns passt oder nicht: Wir sind miteinander verbunden und jede Entscheidung, egal, wo sie auf diesem Planeten auch getroffen wird, steht irgendwann vor unserer Haustür.
So werde auch ich immer wieder gefragt, wenn das Klopfen an der eigenen Seelentür nicht mehr zu ignorieren, sondern es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann dieses durchschlägt: „Haben Sie einen Tipp für mich, FRAUPÖTZ, wie ich mit meinen Herausforderungen und Gefühlen umgehen kann? Gibt es nicht DAS Sachbuch, DAS Webinar oder DIE Atemübung, um bei mir anzukommen und dort auch zu bleiben? Wie finde ich meine Resilienz (meine innere Stärke) und wie halte ich diese?
Meine Reaktion darauf immer ein- und dieselbe:
Ich stelle im ersten Moment Fragen, bevor ich im zweiten vielleicht eine Buch-Idee habe. Wieso? Jeder Mensch ist einzigartig. Also ist auch die Strategie unvergleichlich, wenn die Themen gleichfalls ähnlich erscheinen. Jede*r von uns hatte ihre/seine eigene Kindheit, somit differenzierte Prägungen. Wir haben unterschiedliche Lebenserfahrungen gemacht, sind individuelle Persönlichkeiten, mit mannigfaltigen Bewusstseinsstufen. Wie soll es da DIE eine Universallösung geben? Ist doch unlogisch.
Also fragen Sie sich gerne, wenn Sie sich nicht den oben aufgeführten Gefühlen hilflos ausliefern möchten:
- Wieso wissen Sie eigentlich nicht selbst am besten, wer oder was Sie konkret in Ihr Gleichgewicht bringt?
- Vielmehr, was genau bringt Sie denn aus dem selbigen?
- Ist es eine reale „Bedrohung“ oder eine, die lediglich in Ihrem Kopf stattfindet und sich doch so unfassbar greifbar anfühlt?
- Hat Ihr Ungleichgewicht, die Schwächung Ihrer Resilienz, etwas mit einem oder mehreren Menschen zu tun oder mit gewissen Situationen?
- Welche innere Souffleuse bringt Sie aus Ihrem Gleichgewicht und wieso nehmen Sie nicht einen anderen, stärkeren inneren Anteil hinzu, um Ihren ängstlichen oder wütenden Teil zu beruhigen?
- Was genau sind Ihre Schattenthemen? Was will Ihr Ego? Was Ihr Herz und Ihre Seele? Schon mal Kontakt aufgenommen und gefragt?
- Wo entscheiden Sie sich immer und immer wieder für den Fokus auf Ihren vermeintlichen Mangel, anstatt auf die Fülle? Und ist Ihnen dies bewusst oder lassen Sie sich von Ihren 95% Unterbewusstsein führen?
Ich könnte noch viele weitere Fragen niederschreiben, doch sie sollen lediglich ein Anreiz sein, sich noch intensiver und wirklich ernsthaft mit sich und den eigenen Themen auseinanderzusetzen, anstatt das 50ste Buch zu lesen und auf Besserung zu warten.
„Noch die kleinste Pfütze spiegelt den Himmel.“ (Weisheit aus Litauen)
Es ist die Frage, ob Sie es so sehen möchten.
Und damit meine Zeilen nicht starrsinnig wirken, ist das Buch von Ajahn Brahm, „Der Elefant, der das Glück vergaß“ mit seinen, wie ich finde, sehr klugen, charmanten, witzigen und immer tiefgehenden Kurzgeschichten vielleicht ein kleiner Lichtblick, wenn gerade keine Pfütze in der Nähe ist.
Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben. Sondern den Tagen mehr Leben.*
Eine Geschichte zum Ende oder zu einem Neuanfang. Je nachdem, wie Sie es sehen möchten.
Als Tierarzt wurde ich gebeten, einen 10 Jahre alten irischen Wolfshund namens “Belker” zu untersuchen. Die Menschen des Hundes, Ron, seine Frau Lisa und ihr kleiner Junge Shane hatten alle eine innige Verbindung zu Belker und hofften auf ein Wunder.
Ich untersuchte Belker und stellte fest, dass er an Krebs sterben wird und sagte der Familie, dass wir nichts mehr für Belker tun können. Ich bot an, den alten Hund bei ihnen zu Hause einzuschläfern.
Als wir die Vorkehrungen getroffen hatten, sagten mir Ron und Lisa, sie denken, es wäre gut für den 6-jährigen Shane, dabei zu sein. Sie hatten das Gefühl, dass er aus dieser Erfahrung etwas lernen könnte.
Am nächsten Tag spürte ich den vertrauten Kloß im Hals, als Belkers Familie ihn umgab. Shane erschien so ruhig, während er den alten Hund zum letzten Mal streichelte, dass ich mich fragte, ob er verstanden hat, was vor sich geht. Innerhalb weniger Minuten schlief Belker friedlich ein.
Der kleine Junge schien den Übergang von Belker ohne Schwierigkeiten zu akzeptieren, ohne verwirrt darüber zu sein. Nach Belkers Tod saßen wir noch eine Weile zusammen und fragten uns, warum das Leben unserer Hunde so viel kürzer ist als ein Menschenleben.
Shane, der leise zugehört hatte, sagte: “Ich weiß warum.” Erschrocken wandten wir uns alle nach ihm um. Das, was er dann sagte, hat mich tief berührt.
Er sagte: “Die Menschen sind geboren, damit sie lernen können, wie man ein gutes Leben lebt – wie man alle die ganze Zeit liebt und freundlich ist, richtig?” Der 6-jährige fuhr fort: “Nun, Hunde wissen schon, wie man das macht, darum müssen sie nicht so lange bleiben wie wir.”
Ich wünsche Ihnen ein Leben voller Liebe und Freundschaft. Offenheit und Neugier, Geborgenheit und Vertrauen. Ein Leben mit Sinnhaftigkeit und Tiefgang sowie ausgelassener Glückseligkeit und Momenten der Stille – kurzum ein Leben in Fülle.
Ich wünsche Ihnen einen optimistischen Blick in das neue Jahr – ganz so, wie Sie es sich vorstellen.
Nadine Pötz
*(Aus der Palliativbewegung)
